Bildungsrückstände durch die Corona-Pandemie

Die CSB hatte schon vor der Pandemie die Idee, dass wir an unseren Schulen in SHS mehr anbieten sollten, als das vom Land NRW vorgesehene Bildungsangebot.

Wir wollten gern zusätzliche Unterstützung für die Schulen, eventuell auch weitergehende Bildungsangebote, neben denen, die die Schulen bieten.

Deswegen haben wir diesbezüglich 2 Anträge gestellt.

  1. Die Stadt SHS stellt für die Schulen, die einen Bedarf anmelden, Bundesfreiwilligendienstler (Buftis) ein, damit diese die Schulen unterstützen.
  2. Die Stadt bewirbt und organisiert das Landesprogramm NRW „Extrazeit zum Lernen“, damit so viele Schüler wie möglich die Chance haben eventuelle Lerndefizite auszugleichen.

Zum ersten Antrag wurde uns gesagt, dass wenn die Schulen Hilfe benötigen, sollen sie sich selbst darum bemühen. Die Stadt als Schulträger stellt zwar Unterstützung in Form von Sozialarbeiter, Übergangscoaches, Hausmeister und Sekretariat zur Verfügung, aber weitergehend möchten sie sich nicht engagieren. Dieser Meinung der Verwaltung folgten auch alle anderen Parteien in der Diskussion.

Dem zweiten Antrag wurde insofern gefolgt, dass man mit der AWO ein zweiwöchiges Angebot für die Sommerferien erarbeiten möchte. Wir sind darüber sehr enttäuscht, denn hier stellt das Land NRW Millionen Euros zur Verfügung und die Stadt SHS bietet lediglich einer Organisation die Möglichkeit ein kleines Angebot zur Verfügung zu stellen. Dieses Programm hätte vielen Schülern in unserer Stadt helfen können ihre Defizite aufzuholen, wenn die Stadt bereit gewesen wäre sich organisatorisch mehr einzubringen. Die Argumentation gegen mehr Engagement ging von “ Die Kommune ist nicht für Bildung zuständig“ bis zu “ Die Kinder sollen in den Ferien spielen und nicht lernen“. Wir sehen einmal mehr, dass hier in der Stadt andere Themen Priorität genießen. Bildung, Kinder und Familien sind es nicht.

Übrigens: Das große Argument : “ Wir investieren schon so viel in Bildung, wie z.B. in den Bau der Gesamtschule, den Ausbau des Offenen Ganztags und der digitalen Ausstattung der Schulen.“ ist für uns kein Grund weitergehende Bildungsangebote nicht voranzutreiben. Die Gesamtschule haben wir hier in der Stadt gewollt, deshalb muss sie jetzt auch gut und zukunftsorientiert gebaut werden. Der offene Ganztag ist eine gesetzliche Vorgabe. Hier wird uns von Bund und Land vorgeschrieben, dass wir diesen Ausbau zu leisten haben. Ähnlich gilt das auch für die Digitaloffensive an den Schulen. Wir müssen uns im Bereich Digitalisierung zukünftig besser aufstellen, das hat uns die Pandemie auch noch einmal klar vor Augen geführt.  Deshalb sollte man trotzdem nicht nachlassen weitere Förderangebot von Land und Bund auch großzügig anzunehmen. Es geht um die Bildung unserer Kinder und unsere Kinder sind die Zukunft.

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